Von Aveiro bis Óbidos

Nach dem tollen Start in Porto ging für uns die Reise los in Richtung Süden. Unser Mietauto, ein Renault Clio, erwies sich dabei als praktisches Reisegefährt, das uns keinerlei Probleme bescherte.

Aveiro_Portugal

Als erste Station stand das Städtchen Aveiro auf unserem Programm. Die Strecke ist etwas über 70 Kilometer lang, also ganz gemütlich. Aveiro wird wegen seiner Kanäle auch als Venedig Portugals bezeichnet. Irgendwie gibt es ja in jedem Land ein Venedig…

Aveiro_Portugal

Was uns aber vor allem gefallen hat, waren die bunten Azulejos, die Kacheln, mit denen in Portugal ganze Häuserfassaden verkleidet sind.

Aveiro_Portugal

10-Portugal 2016

Aveiro_Portugal

Weiter ging es in das kleine Örtchen Costa Nova. Den Tipp hatten wir aus dem Reiseführer, wo der Küstenort wegen seiner buntgestreiften Häuschen angepriesen wird. Was wir dann aber als erstes entdeckten, waren die Sanddünen. Völlig unerwartet tauchten neben der Strasse plötzlich hohe Dünen auf, überwachsen mit struppigen Gräsern. Nichts wie raus aus dem Auto – das ist ja auch das Tolle an einem Roadtrip, dass man überall nach Lust und Laune anhalten und aussteigen kann. Die Dünen erwiesen sich jedenfalls als malerische Fotokulisse.

Costa Nova_Portugal

Costa Nova_Portugal

Und auch die gestreiften Holzhäuser waren richtig hübsch. Irgendwie kam da so ein Nordsee-Feeling auf, passend dazu die dunklen Wolken am Himmel… Alles in allem erwies sich das verschlafene Costa Nova als toller Zwischenstopp.

Costa Nova_Portugal

Spontan entschlossen wir uns, in Óbidos zu übernachten. Wir schauten dafür einfach auf die Karte und entschieden auf gut Glück, bis wo wir noch fahren wollten. Das geht wohl aber auch nur in der Nebensaison… Jedenfalls tippten wir folglich Óbidos ins Navi ein und los ging‘s.

Angekommen in Óbidos merkten wir, dass irgendetwas nicht stimmen konnte. Und tatsächlich: Wir waren in einem falschen Óbidos gelandet, bei ein paar verlorenen Häuschen mitten in der Pampa. Ob das Navi gesponnen hat, oder ob es an uns gelegen hat – niemand weiss das so genau!

Bis ins richtige Óbidos dauerte die Fahrt dann noch einmal 1,5 Stunden. Das waren dann an diesem Tag total 274 Kilometer (ohne Umweg). Doch die Fahrt hatte sich gelohnt: Óbidos befindet sich sozusagen innerhalb einer Burg, jedenfalls ist der ganze Ortskern von einer hohen Mauer umgeben. Der Ort wirkt mit den engen und steilen Gässchen wie aus dem Mittelalter.

Obidos_Portugal

Als Unterkunft wählten wir einen Tipp aus dem Lonely Planet, das Guesthouse Argonauta. Es wird von einer Spanierin geführt und ist ziemlich schrullig! Das Haus ist voller exotischer Gegenstände, die wohl aus der ganzen Welt zusammengetragen worden sind. Zum Frühstück gibt’s frischen Zitronengrastee direkt aus dem Garten. Und wegen der Öfen, in denen im Winter mit Holz geheizt wird, bekamen unsere Kleider eine dezente Rauchnote. Doch gerade solche speziellen und persönlichen Unterkünfte finde ich cool!

Óbidos

Persönlich und familiär war auch das Abendessen: In einem winzigen Restaurant, wo es für etwa zehn Personen Platz gibt, genossen wir ein köstliches Essen. Óbidos ist wirklich ein ganz spezielles Fleckchen, dessen Besuch sich allemal gelohnt hat. Vor allem in der ruhigen Nebensaison hatten wir den Ort fast für uns allein – im Sommer wird er anscheinend regelrecht überflutet von Tagestouristen.

Óbidos

Eben diese Erfahrung machten wir am darauffolgenden Tag in Sintra. Doch mehr dazu im nächsten Beitrag.

2 thoughts on “Von Aveiro bis Óbidos

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