Vietnam: 20 Bilder, 20 Geschichten

In drei Wochen reisten wir von Hanoi im Norden bis nach Saigon bzw. Ho Chi Minh City im Süden von Vietnam. Hier ein paar bleibende Eindrücke: 20 Bilder, 20 Geschichten!

Der Verkehr in Hanois engen Strassen ist völlig verrückt. Unzählige Motorräder, Lieferwagen und Autos drängen aneinander vorbei. Und dazwischen fahren Verkäufer mit Blumen oder Gemüse auf ihren Fahrrädern. Mit ihren Reishüten scheinen sie aus einer längst vergangenen Zeit zu stammen – doch es tragen tatsächlich viele Frauen in Vietnam diese traditonelle Kopfbedeckung!

Ein Zug der mitten durch die Häuser fährt? Auch das gibt es in Hanoi. Beim Streifzug zu Fuss stösst man auf jeden Fall auf einige skurrile und interessante Dinge.

Der Besuch der Halong Bay gehörte definitiv zu unseren Highlights in Vietnam. Mit dem Reiseveranstalter Ethnic Travel besuchten wir einen etwas abgelegeneren Teil der berühmten Bucht und sahen so nichts von den angeblichen Touristenmassen.

Im Januar kann es vorkommen, dass in der Halong Bay während mehrerer Wochen die Sonne nie hervorkommt und stattdessen dicker Nebel herrscht.  Auf unserer 3-Tagestour hatten wir jedoch unglaubliches Glück: Am zweiten Tagen erwachten wir bei einem wunderschönen Sonnenaufgang — und das bei wolkenlosem Himmel.

Zum Baden war es im Norden Vietnams im Januar leider zu kalt. Die Velofahrt auf der Insel Quan Lan an den langen und einsamen Minh-Chau-Strand hat sich dennoch gelohnt.

Halong City bzw. Bai Chay ist wahrlich keine Schönheit. Die Stadt ist ganz auf das Vergnügen asiatischer Touristen abgestimmt. So gibt es hier einen Vergnügungspark mit Riesenrad oder eine Seilbahn mit der grössten Gondel der Welt, in die 230 Personen auf einmal passen. Manchmal sind sie etwas grössenwahnsinnig, die Vietnamesen!

Der Grund dafür, warum wir überhaupt in Halong City übernachtet haben, war der Aussichtspunkt auf dem Bay Thi Mountain. Trotz Nebels lohnte sich der steile Aufstieg allemal.

Das Tier, das wir in Vietnam am meisten gesehen haben? Eindeutig Wasserbüffel! Die Tiere werden vor allem beim Reisanbau eingesetzt. Hier zwei neugierige Exemplare in Ninh Binh.

Ninh Binh wird wegen seiner Lage im Landesinnern auch als trockene Halong Bay bezeichnet. Die Karstfelsen ähneln sich tatsächlich, trocken ist die Gegend aber gar nicht. Hauptattraktion sind nämlich die Bootsfahrten entlang von Reisfeldern und durch enge Höhlen.

Die Distanzen im langgezogenen Vietnam haben wir anfangs etwas unterschätzt. So mussten wir für die Strecke zwischen Danang und Saigon auf einen Inlandflug zurückweichen. Die ebenfalls weite Strecke zwischen Ninh Binh und dem Phong Nha Nationalpark haben wir dagegen mit einem Nachtbus zurückgelegt. Ein rumpeliges Abenteuer!

Müsste ich Vietnam mit einem einzigen Bild beschreiben, dann wäre es dieses hier. Viel mehr Klischee geht nicht, oder?

Auf einer tollen Fahrradtour durch das ländliche Bong Lai Tal nahe dem Phong Nha Nationalpark haben wir bei einem kleinen Familienbetrieb gegessen. Die Mutter des Hauses hat uns gezeigt, wie sie in einem Bambusrohr Fleisch kocht. Eine Technik, die während des Vietnamkrieges entstanden ist — weil es keine Pfannen gab.

Der Phong Nha Nationalpark ist berühmt für die Son-Doong-Höhle, die grösste Höhle der Welt. Da deren Besichtigung 7 Tage dauert und 3000$ kostet, haben wir uns mit der Hang-Tien-Höhle begnügt. Auch das war ein abenteuerliches Erlebnis!

Die Kaiserstadt Hue ist bekannt für ihre riesige Zitadelle. Um mehr über die spannende Geschichte der Stadt mitzubekommen, sollte man besser einen Guide anheuern. Doch auch so war die Anlage beeindruckend.

Die Fahrt von Hue nach Hoi An führt über den Hai-Van-Pass und ist durch eine Topgear-Folge berühmt geworden. Auch wir wagten uns auf einen Roller und genossen die wunderschöne Fahrt mit Blick auf die wilde Küste. Aber Achtung: Genau so wild ist auch der Verkehr in der Stadt Danang, die unterwegs passiert werden muss…

Hoi An, die Stadt der 1000 Lampions! In Echt ist die Atmosphäre in der Altstadt noch viel bezaubernder. Nur etwas viele Touristen drängen sich abends durch die malerischen Gassen.

Neben den bunten Lichtern ist Hoi An auch für seine Schneider bekannt. Kai liess sich die Gelegenheit nicht nehmen und gab einen Anzug mit Hemd in Auftrag. Innerhalb von weniger als 24h war alles fertig!

Hoi An ist ein wahres Shoppingparadies. Und so erfüllte ich mir einen lange gehegten Wunsch nach hübschem Geschirr aus Vietnam. Derzeit befindet sich meine Ausbeute irgendwo auf dem Meer in einem Frachtschiff — drückt mir die Daumen, dass es heil in der Schweiz ankommt 🙂

Nach einer Nacht in Saigon reisten wir weiter ins Mekongdelta. Auf einer Bootsfahrt sahen wir uns unter anderem einen Markt an. Uns erwarteten Frösche mit abgehackten Köpfen, undefinierbare Fleischstücke, Schlangen und weitere gruslige Sachen. Ich schaute mir lieber das bunte Gemüse an!

Das Mekongdelta ist eine faszinierende Region. So hat sich beispielsweise der Wasserpegel innerhalb von wenigen Stunden um mehrere Meter verändert. Von den hohen Stelzen der Häuser war dann plötzlich nichts mehr zu sehen.

Nach drei unvergesslichen Wochen in Vietnam sind wir weiter nach Kambodscha gereist. Mehr dazu in einem späteren Beitrag!

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