Sommertage in Mailand

35 Grad sind nicht die beste Temperatur für einen Städtetrip. Doch genau das erwartete uns Ende Juni in Mailand. Die Konsequenz: Gemütliches durch die Stadt Schlendern, viel Gelati und Metro fahren statt ewig laufen (obwohl, dort unten herrschen auch nicht die angenehmsten Temperaturen…).

Mit dem Zug fuhren wir in genau 4 Stunden von Zürich nach Milano Centrale. Dort bezogen wir unser Zimmer im Ibis Milano Centro. Das Hotel ist nichts Besonderes, aber gut und günstig.

Apéro im Navigli-Viertel
Apéro im Navigli-Viertel

Im Stadtviertel Navigli gönnten wir uns als erstes ein Apéro. Für 10€ bekommt man neben einem Drink eine ganze Platte voller Köstlichkeiten: Oliven, Grissini, getrocknete Tomaten, Frischkäse, Nüsse… Ein Paradies für uns Apéro-Liebhaber =) Doch zu Navigli später mehr.

Highlight für Architektur-Fans

Geschäftsviertel Porta Nuova
Geschäftsviertel Porta Nuova

Den ersten Tag in Mailand starteten wir mit dem Besuch des Geschäftsviertels Porta Nuova. Neben beeindruckenden Wolkenkratzern steht hier auch der berühmte Bosco Verticale: Zwei Hochhäuser, auf denen 20’000 Pflanzen und 800 Bäume wachsen und welche die Zukunft der Städte vorführen sollen. In Echt sieht das Ganze wirklich sehr beeindruckend aus. Tipp fürs Frühstück vor Ort: Im stylischen Red Cafè gibts supergünstigen Kaffee und leckeres süsses Gebäck.

Mailand Milano

Bosco Verticale

Den restlichen Tag liefen wir ziemlich ziellos durch die Stadt: Der schön grüne Parco Sempione,  das Luxusviertel Brera und das historische Zentrum mit der Galleria Vittorio Emanuele II. Trotz der Hitze hatten wir am Ende des Tages ganze 20 Kilometer auf dem Zähler. Städtetrips sind Extremsport, das habe ich schon immer gesagt 😉

Galleria Vittorio Emanuele
Galleria Vittorio Emanuele

Der Place to be

Wie am ersten Abend zog es uns mit der Dämmerung zurück ins Navigli-Viertel. Dort befindet sich einer der letzten Kanäle der Stadt: Die meisten «navigli», die einst die Stadt durchzogen, wurden inzwischen zugeschüttet und dienen heute als Strasse. Zum Glück hat dieser Kanal überlebt, denn meiner Meinung nach ist hier das Highlight von Mailand zu finden.

Navigli
Navigli

Der Kanal ist auf beiden Seiten von Bars und Restaurants gesäumt. Hunderte Mailänder und Touristen flanieren durch die Fussgängerzone und geniessen die warmen Sommernächte. Ein wahnsinnig toller Ort und das Essen ist erst noch köstlich =) Unsere Tipps: Das Officina 12 mit lauschigem Innenhof und wunderbaren mediterranen Spezialitäten wie Oktopus-Carpaccio, Spargelsalat, Schwertfisch-Ravioli oder originales Risotto Milanese. Oder das winzige Fischrestaurant I Pesciolini mit Ceviche (!), Thunfischtartar oder gegrillten Riesencrevetten. Und dazu ein Glas eisgekühlter Weisswein. Himmlisch!

Navigli

Navigli
Thunfischtartar im I Pesciolini

Zum Schluss hoch hinaus

Natürlich durfte auch der Besuch der berühmtesten Mailänder Sehenswürdigkeit nicht fehlen: Der Mailänder Dom. Wir entschieden uns dafür, nur die Dom-Terrassen zu besuchen, sozusagen das Dach des imposanten Bauwerks. Am Sonntagmorgen um 9 Uhr standen wir oben – und schwitzten schon – eine starke Leistung ;). Doch das „frühe“ Aufstehen hatte sich gelohnt. Um diese Uhrzeit hatte es noch nicht allzu viele Besucher. Und es ist wirklich speziell, zwischen all den marmornen Türmchen hindurchzugehen. Der Spass kostet 9€ pro Person.

Dom Mailand

Dom Mailand

Dom Mailand

Auf dem Rückweg fuhren wir direkt von Milano Centrale nach Bern, und das in nur 3 Stunden. Mailand liegt so nah – wir kommen sicher wieder einmal. Und essen natürlich im Navigli-Viertel, wo denn sonst?

 

2 thoughts on “Sommertage in Mailand

  1. Liebe Carmen
    Mit grossem Vergnügen habe ich deine beiden Beiträge zu Milano und Saas Fee ( ?) gelesen. Bravo – sehr gut geschrieben!

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