Die fantastische Welt der Metéora-Klöster

Im Herzen des Festlands von Griechenland liegen die Metéora-Klöster, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Auf unserem Griechenland-Roadtrip machten wir uns von Thessaloniki aus auf, die fantastische Felsenlandschaft zu erkunden.

Von der zweitgrössten griechischen Stadt Thessaloniki dauert die Fahrt zu den Metéora-Klöstern knapp drei Stunden. Schon von weitem sieht man die hohen Sandsteinfelsen, auf denen die Klöster erbaut worden sind. Die gesamte Anlage besteht aus 24 einzelnen Klöstern, von denen heute nur noch sechs bewohnt sind. Die restlichen Klöster sind entweder zu schwer zu erreichen oder wurden wegen Einsturzgefahr verlassen.

Um Metéora zu besichtigen, sollte man entweder in Kalambaka oder Kastraki eine Unterkunft suchen. Beide Dörfer liegen gleich unterhalb der Felsen und von praktisch jeder Unterkunft bietet sich einem ein grossartiger Blick. Wir haben im Tsikeli Hotel in Kastraki geschlafen. Besonders die neuen Zimmer im Anbau sind hübsch und das Frühstück ist sehr ausgiebig.

Blick vom Dorf Kalambaka auf die Metéora-Felsen

Am einfachsten ist es, die Klöster per Mietwagen zu erkunden. Es gibt auch Busse oder geführte Touren, aber mit dem Auto ist man natürlich am flexibelsten. Und so fuhren wir einfach drauflos, auf kurvigen Strassen zu den Klöstern empor. Früher mussten sich die Mönche in Körben auf die steilen Felsnadeln heraufziehen lassen. Man fragt sich immer wieder, wie diese Mönche nur auf die Idee gekommen sind, an diesem Ort Klöster zu bauen. Aber warum sollte man es sich einfach machen, wenn es auch schwer geht?! Heute ist übrigens jedes Kloster bequem auf Steintreppen erreichbar…

Alle paar Meter bieten sich einem neue fantastische Ausblicke auf die unwirkliche Landschaft, die direkt einer Filmkulisse zu entspringen scheint. Und tatsächlich wurden hier Szenen des James-Bond-Films „In tödlicher Mission“ gedreht! Es lohnt sich wirklich, immer wieder anzuhalten und ein paar Fotos zu schiessen. Zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts Ende Mai hatte es kaum Touristen. Im Sommer soll es scheinbar ziemlich überlaufen sein.

Die Klöster selbst können auch besichtigt werden. Ehrlich gesagt interessierten wir uns aber mehr für die Blicke von aussen als von innen… Nur das Kloster Agía Triáda (Heilige Dreifaltigkeit) schauten wir uns von innen an, es gab dort aber nicht besonders viel zu sehen. Ursprünglich war der Zugang nur über Seilwinden und Strickleitern möglich. Erst seit 1925 gibt es hier eine Treppe.

Das Kloster Agía Triáda: Ja, hier gibts tatsächlich eine Treppe, die ins Kloster hinauf führt

Ein weiterer Tipp ist, die Klöster bei Sonnenauf- oder untergang zu besichtigen. Da es bei uns am Abend leider regnete, blieb uns nur der Sonnenaufgang um kurz nach sechs Uhr morgens. Die Strassen hatten wir praktisch für uns alleine. Zusammen mit den Nebelschwaden ergab das eine wunderschöne mystische Stimmung.

Der Besuch der Metéora-Klöster wird in manchen Reiseführern als Highlight einer Griechenland-Reise beschrieben. Dennoch habe ich vor dieser Reise noch nie etwas davon gehört – wie auch viele andere aus meinem Umfeld nicht. Rückblickend kann ich nun sagen: Der Besuch ist wirklich extrem eindrücklich und gehört auf jede To-Do-List für Griechenland, das eben aus mehr als schönen Inselchen besteht. Also nichts wie hingehen!

 

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