London: Der Food-Guide

Wie im letzten Beitrag versprochen, gibts jetzt noch eine Zusammenstellung von leckeren Restaurants und Cafés in London! Denn bei dem etwas ungemütlichen Januar-Wetter war die Verlockung natürlich gross, immer wieder einmal ein warmes Plätzchen aufzusuchen…

London ist ein Paradies für Gourmets. Es gibt Essen aus jeder erdenklichen Ecke der Welt, ob japanisch, griechisch, indisch, äthiopisch oder italienisch… Da hat man echt die Qual der Wahl. Allerdings gibt es bei der Restaurantwahl noch ein paar Eigenheiten zu beachten:

  • Es gibt scheinbar unendlich viele Ketten in London. Von Le Pain Quotidien über Pizza Express bis zu den Restaurants von Jamie Oliver. Sogar kleine Lokale haben oftmals noch ein paar Ableger in anderen Teilen der Stadt. Das muss jedoch noch lange nichts Schlechtes heissen – wohl eher im Gegenteil: Wenn ein Restaurant so erfolgreich ist, dass es ein weiteres Lokal eröffnen kann, muss das Essen ja fast lecker sein…
  • Erfolgreiche Restaurants haben zwei Taktiken: Entweder sie sind wochen- oder sogar monatelang im Voraus ausgebucht. Oder man kann gar nicht reservieren und muss einfach auf gut Glück vorbeigehen. Und wartet dann schon einmal draussen auf der Strasse auf einen Tisch…

So, nun hier zu meinen persönlich getesteten und für gut befundenen Spots:

Pizza Express

Eine dieser Ketten, die es wirklich an jeder Ecke gibt. Aber die Pizza Romana Padana (£12.70) mit Ziegenkäse, karamellisierten Zwiebeln, Spinat und Knoblauchöl war überraschend lecker. Ein guter Stopp während dem Sightseeing-Marathon, der einen in London erwartet! Mehr Infos hier.

Eat Tokyo

Eat Tokyo_London

Hier gibts – wenig überraschend – Sushi! Ich fand das Essen bei Eat Tokyo sehr authentisch: Es hatte fast nur asiatische Gäste, die Bedienung trug Kimonos und die Karte war auf Japanisch beschriftet. Nur die Auswahl war etwas schwer, da die Karte gefühlt 100 Seiten umfasst! Wir entschieden uns, gemeinsam eine gemischte Platte zu teilen und hatten damit mehr als genug. Übrigens gibt es sogar japanisches Bier! Von diesem Restaurant gibt es in London sieben Lokale. Mehr Infos hier.

Fernandez & Wells

FernandezWells_London

Mein perfektes Café! Der Tresen besteht aus einem Berg von Sandwiches, Kuchen, Muffins, Scones und mehr. Da läuft einem direkt das Wasser im Mund zusammen… Dazu kommen warme mediterrane Speisen – ich hatte Auberginen mit Feta, Olivenöl und getoastetem Brot – und Tapas. Auch von diesem Lokal gibt es insgesamt sechs in London. Mehr Infos hier.

The Wolseley

Wolseley_London

Bei einem London-Besuch darf ein typisches Afternoon-Tea auf keinen Fall fehlen. Erst recht nicht im Winter. Das Wolseley ist ein Klassiker dafür. Unbedingt im Voraus reservieren! Und noch ein Tipp: Die Etagere mit Sandwiches, Patisserie und Scones wird auf Nachfrage gratis nachgefüllt. Ebenso kann jederzeit Tee nachgeschenkt werden. Eine Etagere inklusive Teekanne für £28.50 reicht locker für zwei Personen, das finde ich einen ganz fairen Deal im ansonsten eher teuren London… Mehr Infos hier.

Natural Kitchen

Hier waren wir nur für ein kurzes Frühstück. Es gibt leckere frisch gepresste Säfte, Tee, der aus frischen Minzeblättern gemacht wird sowie hausgemachte Muffins und Co. Alles ziemlich gesund und mit leichtem Hipster-Touch. Mehr Infos hier.

Borough Market

Borough Market_London

Der Borough Market ist ein Paradies für Streetfood-Liebhaber. Hier gibts Backwaren (aufpassen, dass man nicht die übergesunden ohne Zucker und so erwischt!), frische Säfte, Käse, Wein, Gewürze – einfach alles was das Gourmet-Herz begehrt. Dazu kommen Ess-Stände, die Köstlichkeiten aus aller Welt zubereiten. Wir entschieden uns für äthiopisches Essen, was eine gute Wahl war.

Daylesford

Daylesford_london

Auch von Daylesford gibt es in London mehrere Lokale. Wir waren in demjenigen in Notting Hill. Ein cooles Konzept mit Essen, das von einer organischen Farm kommt, einem kleinen Supermarkt mit vielen biologischen und veganen Produkten und einem gemütlichen Café. Zu einer Kanne Tee hatte ich ein Scones mit Erdbeerkonfitüre und Clotted Cream, so lecker! Mehr Infos zum spannenden Konzept hier.

Dishoom

Wenn ich in London bin, dann will ich indisch essen. Punkt. Das Dishoom gehört zu den besten indischen Restaurants ausserhalb Indiens, in denen ich je war. Da konnte ich es auch verkraften, dass wir draussen in der Kälte auf einen freien Tisch warten mussten. Immerhin gabs dabei heissen Chai! Sowieso ist die Crew hier extrem gut organisiert. Nach einer halben Stunden draussen wurden wir in die Bar gebeten, genehmigten uns einen leckeren Drink und konnten nach einer weiteren halben Stunde einen Tisch beziehen. Und das Warten hatte sich gelohnt: Bald füllte sich unser Tisch mit Schüsseln und Tellern gefüllt mit Daal, Naan-Fladenbrot, Paneer-Curry, Raita und vielem mehr. Und das grosse Schlemmen konnte beginnen. Unbedingt hingehen! Mehr Infos hier.

Breakfast Club

BreakfastClub_London

Und zum Schluss noch einmal ein hipster-affiner Tipp: Der Breakfast Club. Leider wieder mit Anstehen, dieses Mal sogar im Regen. Aber dafür gibts danach einen Berg von Pancakes oder Toast mit Lachs und Avocado – oder was man sich eben sonst noch so für ein richtig leckeres und sättigendes Frühstück wünscht! Mehr Infos hier.

So, das wars. Viel Essen für vier Tage, nicht? Ein grosses Dankeschön an Joli – ohne dich hätte ich diese tollen Restaurants kaum in so kurzer Zeit entdeckt 🙂

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