London: Der Food-Guide

London ist ein Paradies für Gourmets. Es gibt Essen aus jeder erdenklichen Ecke der Welt, ob japanisch, griechisch, indisch, äthiopisch oder italienisch… Da hat man echt die Qual der Wahl. Allerdings gibt es bei der Restaurantwahl noch ein paar Eigenheiten zu beachten:

  • Es gibt scheinbar unendlich viele Ketten in London. Von Le Pain Quotidien über Pizza Express bis zu den Restaurants von Jamie Oliver. Sogar kleine Lokale haben oftmals noch ein paar Ableger in anderen Teilen der Stadt. Das muss jedoch noch lange nichts Schlechtes heissen – wohl eher im Gegenteil: Wenn ein Restaurant so erfolgreich ist, dass es ein weiteres Lokal eröffnen kann, muss das Essen ja fast lecker sein…
  • Erfolgreiche Restaurants haben zwei Taktiken: Entweder sie sind wochen- oder sogar monatelang im Voraus ausgebucht. Oder man kann gar nicht reservieren und muss einfach auf gut Glück vorbeigehen. Und wartet dann schon einmal draussen auf der Strasse auf einen Tisch…

So, nun hier zu meinen persönlich getesteten und für gut befundenen Spots:

Pizza Express

Eine dieser Ketten, die es wirklich an jeder Ecke gibt. Aber die Pizza Romana Padana (£12.70) mit Ziegenkäse, karamellisierten Zwiebeln, Spinat und Knoblauchöl war überraschend lecker. Ein guter Stopp während dem Sightseeing-Marathon, der einen in London erwartet! Mehr Infos hier.

Eat Tokyo

Eat Tokyo_London

Hier gibts – wenig überraschend – Sushi! Ich fand das Essen bei Eat Tokyo sehr authentisch: Es hatte fast nur asiatische Gäste, die Bedienung trug Kimonos und die Karte war auf Japanisch beschriftet. Nur die Auswahl war etwas schwer, da die Karte gefühlt 100 Seiten umfasst! Wir entschieden uns, gemeinsam eine gemischte Platte zu teilen und hatten damit mehr als genug. Übrigens gibt es sogar japanisches Bier! Von diesem Restaurant gibt es in London sieben Lokale. Mehr Infos hier.

Fernandez & Wells

FernandezWells_London

Mein perfektes Café! Der Tresen besteht aus einem Berg von Sandwiches, Kuchen, Muffins, Scones und mehr. Da läuft einem direkt das Wasser im Mund zusammen… Dazu kommen warme mediterrane Speisen – ich hatte Auberginen mit Feta, Olivenöl und getoastetem Brot – und Tapas. Auch von diesem Lokal gibt es insgesamt sechs in London. Mehr Infos hier.

The Wolseley

Wolseley_London

Bei einem London-Besuch darf ein typisches Afternoon-Tea auf keinen Fall fehlen. Erst recht nicht im Winter. Das Wolseley ist ein Klassiker dafür. Unbedingt im Voraus reservieren! Und noch ein Tipp: Die Etagere mit Sandwiches, Patisserie und Scones wird auf Nachfrage gratis nachgefüllt. Ebenso kann jederzeit Tee nachgeschenkt werden. Eine Etagere inklusive Teekanne für £28.50 reicht locker für zwei Personen, das finde ich einen ganz fairen Deal im ansonsten eher teuren London… Mehr Infos hier.

Natural Kitchen

Hier waren wir nur für ein kurzes Frühstück. Es gibt leckere frisch gepresste Säfte, Tee, der aus frischen Minzeblättern gemacht wird sowie hausgemachte Muffins und Co. Alles ziemlich gesund und mit leichtem Hipster-Touch. Mehr Infos hier.

Borough Market

Borough Market_London

Der Borough Market ist ein Paradies für Streetfood-Liebhaber. Hier gibts Backwaren (aufpassen, dass man nicht die übergesunden ohne Zucker und so erwischt!), frische Säfte, Käse, Wein, Gewürze – einfach alles was das Gourmet-Herz begehrt. Dazu kommen Ess-Stände, die Köstlichkeiten aus aller Welt zubereiten. Wir entschieden uns für äthiopisches Essen, was eine gute Wahl war.

Daylesford

Daylesford_london

Auch von Daylesford gibt es in London mehrere Lokale. Wir waren in demjenigen in Notting Hill. Ein cooles Konzept mit Essen, das von einer organischen Farm kommt, einem kleinen Supermarkt mit vielen biologischen und veganen Produkten und einem gemütlichen Café. Zu einer Kanne Tee hatte ich ein Scones mit Erdbeerkonfitüre und Clotted Cream, so lecker! Mehr Infos zum spannenden Konzept hier.

Dishoom

Wenn ich in London bin, dann will ich indisch essen. Punkt. Das Dishoom gehört zu den besten indischen Restaurants ausserhalb Indiens, in denen ich je war. Da konnte ich es auch verkraften, dass wir draussen in der Kälte auf einen freien Tisch warten mussten. Immerhin gabs dabei heissen Chai! Sowieso ist die Crew hier extrem gut organisiert. Nach einer halben Stunden draussen wurden wir in die Bar gebeten, genehmigten uns einen leckeren Drink und konnten nach einer weiteren halben Stunde einen Tisch beziehen. Und das Warten hatte sich gelohnt: Bald füllte sich unser Tisch mit Schüsseln und Tellern gefüllt mit Daal, Naan-Fladenbrot, Paneer-Curry, Raita und vielem mehr. Und das grosse Schlemmen konnte beginnen. Unbedingt hingehen! Mehr Infos hier.

Breakfast Club

BreakfastClub_London

Und noch einmal ein hipster-affiner Tipp: Der Breakfast Club. Leider wieder mit Anstehen, dieses Mal sogar im Regen. Aber dafür gibts danach einen Berg von Pancakes oder Toast mit Lachs und Avocado – oder was man sich eben sonst noch so für ein richtig leckeres und sättigendes Frühstück wünscht! Mehr Infos hier.

Gordon’s Wine Bar

Die Gordon’s Wine Bar, welche sich mit dem Titel der ältesten Weinbar Londons schmückt, ist im Sommer der Hit. Im engen Keller sucht man sich eine Flasche Wein aus, schnappt sich ein paar Gläser, einen Teller mit Käse, Aufschnitt und Chutney und sucht dann einen Tisch auf der engen Gasse. Um an einem warmen Sommerabend ein Platz zu ergattern braucht es etwas Glück. Aber es lohnt sich 🙂 Mehr Infos hier.

Yumchaa

Vom Teehaus Yumchaa gibts in London mehrere Ableger. Wir besuchten das Lokal im Camden Market, von wo aus man einen guten Blick auf die Marktstände hat. Eine riesige Teeauswahl – alle Sorten sind auch kalt erhältlich – plus leckeres Gebäck. Mehr Infos hier.

Andina

Im Andina im hippen Viertel Shoreditch gibts super leckeres peruanisches Essen. So gut, dass das Fotografieren komplett vergessen ging 🙂 Besonders das Ceviche in verschiedenen Varianten war schmeckt toll. Das Konzept des stylischen Lokals: Jeder bestellt mehrere Gerichte, die man dann alle miteinander teilt. Hier gibts mehr Infos.

Muriels Kitchen

Im Muriel’s Kitchen (auch davon hat es wieder mehrere Lokale in London) wird leckeres Frühstück serviert. Avocado Toast mit Poached Egg und Lachs, Pancakes,… Und wer es besonders fancy mag, setzt sich fürs Essen in einen hängenden Sessel. Mehr Infos hier.

Sushi Samba

Dieser Tipp ist nichts für Spontan-Entschlossene. Wer im ultra-stylischen Sushi Samba essen will, muss nämlich mehrere Monate im Voraus einen Tisch reservieren. Wenn das geschafft ist, erwartet einem im 38. Stock eines Bürokomplexes ein Mix aus japanischer, peruanischer und brasilianischer Küche. Und dieser – zugegebenermassen nicht ganz günstige – Mix überzeugt. Wir bestellten eine Sushi-Auswahl, die nicht mehr viel mit klassischen Sushi gemein hat. Aber so lecker war! Und habe ich schon erwähnt, wie stylisch dieses Restaurant ist? Hier gehts zur Website vom Sushi Samba.

Duck & Waffle

Wer noch nicht genug von der Aussicht hat, kann sich einen Stock über dem Sushi Samba einen Drink im Duck & Waffle gönnen. Auch das ein Restaurant, das lange im Voraus reserviert werden muss. An die Bar darf aber jeder. Gin mit Pine tree anyone?

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