Kurztrip nach Montenegro

Unser Kroatien-Roadtrip führte uns immer weiter in den Süden, bis wir schliesslich die Grenze zu Montenegro erreichten. Und wenn sich uns schon die Chance bietet, ein neues Land zu erkunden, verzichten wir selbstverständlich nicht darauf!

Nachdem Montenegro nahezu 90 Jahre zu Jugoslawien gehört hatte, wurde es im Jahr 2006 erneut unabhängig. Der Balkanstaat hat etwa 625.000 Einwohner und gehört zu den kleineren Staaten Europas. Die Hauptstadt ist Podgorica, bis dorthin haben wir es aber nicht geschafft.

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Die Altstadt von Kotor

Für unseren Kurzbesuch entschieden wir uns für die beschauliche Hafenstadt Kotor, die nur etwas mehr als 5000 Einwohner zählt. Die Stadt mit ihren bedeutenden kulturhistorischen Bauwerken und ihrer Lage ist 1979 in das UNESCO Weltkultur- und Naturerbe aufgenommen worden. Kotor und die von hohen Bergketten umrahmte tiefe Bucht sind die bekannteste und meistbesuchte Tourismusregion in Montenegro. Deshalb ankern hier auch immer wieder grosse Kreuzfahrtschiffe.

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Kotor von oben…

Wir parkierten unser Auto ausserhalb der Altstadt und machten uns auf die Suche nach einer (bezahlbaren) Unterkunft. Nicht ganz einfach in der Hochsaison…wir wurden dann aber doch noch fündig, dank der Hilfe eines sehr netten Montenegriners. Ich finde es immer wieder toll, mitten im Zentrum schlafen zu können.

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Der anstrengende Aufstieg

An den Hängen der Bucht von Kotor erstrecken sich über 4,5 Kilometer die bis zu 20 Meter hohen Verteidigungsanlagen. Diese können gegen einen kleinen Eintrittspreis begangen werden. Die Mauern schlängeln sich dem Berg entlang in die Höhe – und zwar wie! Der „Spaziergang“ brachte uns gehörig ins Schwitzen, zum Glück verkauften einige Händler unterwegs Wasserflaschen. Doch die Anstrengung lohnte sich, die Aussicht von oben war einfach fantastisch! Allein für diesen Blick lohnt sich die Fahrt nach Kotor.

...und von noch weiter oben
…und von noch weiter oben

Am nächsten Tag stand der Nationalpark Lovcen auf unserem Programm. Die Bergfahrt auf den Gipfel Jezerski Vrh (1657m) wird als spektakulär – und gefährlich – beschreiben. Das wollten wir mit eigenen Augen sehen. Tatsächlich ist die Strasse schmal und sehr kurvenreich. Doch wer schon über Schweizer Pässe gefahren ist, wird es auch auf diesen Berg schaffen. Oben bot sich uns jedenfalls ein phänomenales Panorama über die Berge und Wälder in Montenegro. Oben auf dem Berg steht übrigens ein Mausoleum, das auch viele montenegrinische Besucher anzieht.

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Nach nur zwei Tagen mussten wir leider bereits wieder die Rückfahrt gen Norden antreten. Aber schon nur dieser kurze Einblick in das Land hat uns von Montenegro überzeugt.

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