In 20 Bildern durch Kambodscha

Insgesamt drei Wochen habe ich auf meiner Südostasienreise in Kambodscha verbracht. Eine davon zusammen mit Kai, die restlichen allein – oder mit neu gewonnenen Reisebekanntschaften.

Wie bereits in diesem Beitrag zu Vietnam, nehme ich euch hier in 20 Bildern mit nach Kambodscha!

Die ersten Tage in Kambodscha verbrachten wir ganz entspannt auf der Insel Koh Rong. Diese ist zwar auch für ihre Partyszene bekannt, davon bekamen wir allerdings in unserem wunderschönen Bungalow-Resort nichts mit. Stattdessen verbrachten wir die Tage mit faulenzen und essen…

Wie so viele andere Orte in Asien hat auch Koh Rong seine Schattenseite: Der Abfall. Es schmerzt mich zu sehen, wie ein eigentlich paradiesischer Strand von angeschwemmtem Müll übersät ist. Praktisch jeder Ort hier hat mit herumliegendem Abfall zu kämpfen. Oftmals fehlt bei der Bevölkerung die Sensibilität für das Thema oder es gibt ganz einfach keine Möglichkeit, den Müll richtig zu entsorgen. Ein riesiges Problem…

In Vietnam sind Tuktuks leider nicht verbreitet. Umso mehr habe ich mich gefreut, in Kambodscha wieder damit unterwegs zu sein. Auch wenn es manchmal staubig ist und man den Abgasen auf der Strasse ausgesetzt ist – Tuktukfahren gehört in Asien einfach dazu!

Klar haben wir uns ab und zu eine schöne Unterkunft gegönnt – wie zum Beispiel auf Koh Rong. Immer wieder landet man aber auch in ganz spartanisch eingerichteten Zimmern. In Hanoi etwa war das Bad so klein, dass man sich seitwärts aufs Klo setzen musste! Und auch dieses Zimmer in Phnom Penh war alles andere als eine Augenweide. Aber wenns nur für eine Nacht ist, heisst es da Augen zu und durch.

Ich könnte ohne Probleme einen ganzen Beitrag nur über die Tempel von Angkor schreiben. Die gigantische Anlage, die sich unmöglich an nur einem Tag erkunden lässt, ist atemberaubend schön. Nicht zu unrecht ist Angkor die grösste Attraktion von Kambodscha. Das führt leider dazu, dass die berühmtesten Tempel heillos überlaufen sind. Doch es finden sich zum Glück immer wieder ruhige Ecken – und je nach Tageszeit hat man einen Tempel auch mal fast für sich allein. Meine Lieblinge waren übrigens der Banteay Kdei und der Preah Khan.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Tempel von Angkor zu besichtigen: Per Tuktuk, Minibus, Fahrrad, E-Scooter (aus eigener Erfahrung nicht empfehlenswert) oder Roller. Wir haben uns für letzteres entschieden. Es machte unglaublichen Spass, mit dem Roller von Tempel zu Tempel zu düsen. Und die nächste „Tankstelle“ ist auch nie weit entfernt…


Die Tempel von Angkor werden nicht nur von vielen Touristen, sondern auch von ein paar frechen Affenbanden bevölkert. An diesen hatten wir fast ebenso grosse Freude wie an den Tempeln selbst. Vor allem die Affenbabys sind doch einfach zuckersüss, nicht?

Nachdem Kai zurück in die Schweiz gereist ist, habe ich eine Gruppentour zu einem Stelzendorf am Tonlé Sap See gemacht. Die Menschen hier haben nicht viel und ihre Häuser machten einen ärmlichen Eindruck. Beeindruckend sind vor allem die extrem hohen Stelzen: Während der Regenzeit steigt der Wasserpegel des Sees um mehrere Meter an. Das konnte ich mir nur schwer vorstellen!

Bei einem Kochkurs in Siem Reap habe ich gelernt, das kambodschanische Nationalgericht namens Amok zuzubereiten. Das Gericht hat zwar einen seltsamen Namen, schmeckt aber sehr lecker – ähnlich einem thailändischen Curry. Wahlweise wird es mit Fisch, Tofu oder Fleisch zubereitet.

Von Siem Reap bin ich per Boot nach Battambang gefahren. Die Reise dauert zwar doppelt so lange als die Busfahrt, ist aber auch viel interessanter. So haben wir mehrere Floating Villages passiert, in denen die Menschen tatsächlich in schwimmenden Häusern leben. Sogar die Schulen und Geschäfte befinden sich auf Flossen und der ganze Verkehr findet auf dem Wasser statt.

In Battambang ereignet sich jeden Abend ein faszinierendes Spektakel: Tausende, wenn nicht Millionen von Fledermäusen verlassen bei Sonnenuntergang ihre Höhle, um auf Jagd zu gehen. Während gut einer halben Stunde kam ein unablässiger Strom von Fledermäusen angeflogen. Echt krass!

Von Battambang bin ich weiter nach Kampot gereist. Ja genau, hier kommt der Pfeffer mit demselben Namen her! Mit einer anderen Schweizerin habe ich mir für einen Tag einen Roller gemietet, um damit auf den Bokor Hill zu fahren. Früher haben hier gutbetuchte französische Kolonialleute ihre Ferien verbracht – weg von der Hitze der Städte. Heute sind davon nur noch Ruinen alter Villen zu finden – und diese gruselige Kirche. Definitiv einer der skurrilsten Orte, die ich auf dieser Reise besucht habe!

Von Kampot aus habe ich eine Bootsfahrt gemacht, auf der man eigentlich hätte Glühwürmchen sehen sollen. Diese hatten an diesem Abend wohl keine Lust, sich zu zeigen. Dafür war der Sonnenuntergang ganz toll.

Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas, hat mir besser gefallen als erwartet. Gemütliche Cafés und Restaurants, schöne Tempel mit skurrilen Ritualen, grosse Boulevards und interessante Kontraste zwischen alt und neu haben mich zwei Tage lang beschäftigt. Dazu kommt das unglaublich spannende und erschütternde Tuol Sleng Museum über die Herrschaft der Roten Khmer.

Die letzten Tage in Kambodscha habe ich im sehr entspannten Kratie verbracht. Hier kann man unter anderem die seltenen Irrawaddy-Flussdelfine im Mekong beobachten. Ich habe ganz viele davon gesehen – doch leider waren sie zu schnell für meine Kamera 🙂

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