Kroatien: Wilde Bären und malerische Dörfer

Nach zwei Jahren seit unserer letzten Reise nach Kroatien war es Mitte August endlich wieder soweit: Roadtrip in den Süden! Auf unserer Route standen die Länder Italien, Kroatien, Bosnien, Montenegro und Albanien. Nach einer ersten Nacht im wunderschönen Padua – welches sich sehr gut für einen Zwischenstopp eignet – führte uns die Reise weiter nach Kroatien. Dort waren wir nicht zum ersten Mal, hier die früheren Beiträge aus Kroatien: Roadtrip nach Kroatien // Nationalpark Plitvicer Seen //  Zadar, Split und Dubrovnik // Kornaten Nationalpark.

Einsamkeit im Nationalpark Risnjak

Dieses Mal besichtigten wir einen weit weniger bekannten Nationalpark als etwa die Plitvicer Seen es sind: Der Nationalpar Risnjak im Nordwesten des Landes. Der Name des Parkes stammt vom kroatischen Wort ris für Luchs. Und tatsächlich leben in diesem bewaldeten Gebirgsmassiv neben Braunbären, Wölfen, Adlern und anderen geschützten Tierarten auch Luchse in freier Wildbahn. Das einzige Tier das wir erspähen konnten, war allerdings eine Gruppe von Hirschen – und das auch nur aus der Ferne.

Der Nationalpark ist von Rijeka in etwa einer Stunde per Auto erreichbar. Ein guter Ausgangspunkt ist der Ort Crni Lug, wo es viele private Unterkünfte hat. Wir durften netterweise vor dem Eingang des Parks zelten. Allerdings war die Nacht nicht wirklich entspannend, da wir zuvor vor den Bären gewarnt wurden und wir dann ständig auf ein Brummen vor dem Zelt warteten… Glücklicherweise haben wir die Nacht ohne Angriff überstanden 🙂

Im Nationalpark sind verschiedene Wanderrouten ausgeschildert. Da ist etwa ein Lehrpfad, der einem Fakten aus dem Gebiet näherbringt. Interessanter war dann unsere Wanderung auf den 1528 Meter hohen Veliki Risnjak, dem höchsten Berg im Park. Die Aussicht vom Gipfel reichte bis zum Meer. Dazu hatten wir den Berg praktisch für uns alleine, da wirklich nur wenige Besucher im Park unterwegs sind. Ein echter Tipp für all diejenigen, die auf der Suche nach Ruhe und Einsamkeit in wilder Natur sind.

Alle wollen nach Trogir

Die Hafenstadt Trogir liegt etwa 25 Kilometer westlich von Split und zählt seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Tatsächlich ist die Altstadt sehr hübsch – nur leider war sie zu der Zeit unseres Besuches (Mitte August) heillos von Touristen überlaufen. Ausserhalb der Saison wäre ein Besuch wohl um einiges entspannter… Nichts desto trotz hat sich der Besuch gelohnt. Empfehlen kann ich insbesondere ein Essen im Restaurant Vanjaka: Das Essen ist zwar etwas teuer, aber wirklich köstlich. Und dazu liegt es mitten im historischen Kern zwischen alten Steinmauern…

Das Fischerdorf Jelsa auf der Insel Hvar

Nachdem wir vor zwei Jahren einige Tage auf der wunderschönen Insel Korcula verbracht hatten, wollten wir dieses Mal eine neue Insel besuchen. Die Wahl fiel schnell auf Hvar, von Split bequem per Autofähre erreichbar. Hvar ist eine lange und schmale Insel, mit einer Länge von 67,5 Kilometern die längste Insel Kroatiens. Hier verbrachten wir zwei Tage im Fischerdorf Jelsa. Heute leben die Menschen hier zwar eher vom Tourismus als von der Fischerei. Dennoch konnte sich der Ort seinen Charme bewahren. Wir übernachteten in einer privaten Unterkunft, wie es sie in Kroatien wirklich überall gibt. Allerdings hat auch der Campingplatz direkt am Meer toll ausgesehen…

Das Wasser hier ist kristallklar und ladet zum Baden ein. Sandstrände gibt es zwar auch, mehrheitlich ist die Küste aber felsig. Abends lohnt es sich, durch den hübschen Ort zu schlendern, um dann in einem der vielen Restaurants direkt am Hafen frischen Fisch zu essen.

Einen guten Ausblick hat man übrigens von der kleinen Kirch oberhalb von Jelsa. Das scheint ein Geheimtipp zu sein, denn zur Zeit des Sonnenuntergangs waren wir die einzigen dort oben.

Die verlassene Ortschaft Humac

Auf der Insel Hvar lohnt sich ein Stopp in der verlassenen Ortschaft Humac. Auf einem Hügel stehen Dutzende Steinhäuser, teils zerfallen, teils noch intakt. Einige Gebäude stehen als Ferienhäuser zur Miete. Ein schräger Ort, um seine Ferien zu verbringen…

Mit der Fähre von Hvar aufs Festland

Um nicht wieder mit der gleichen Fähre zurück nach Split fahren zu müssen, entschieden wir uns dazu, die Insel zu durchqueren und von Sucuraj die kurze Überfahrt nach Drvenik zu machen. Dabei sieht man gleich noch etwas mehr von der Insel. Aber Achtung, die Strasse ist teilweise extrem schmal und fällt an der Seite steil nach unten. Das sorgte beim Kreuzen mit grossen Wohnmobilen mehrmals für feuchte Hände…

Autofahren in Kroatien

Insgesamt ist das Autofahren in Kroatien aber sehr entspannt. Die neue Autobahn, die durchs Land führt ist tadellos und es hat dort auch nur wenig Verkehr. Vielleicht wegen der Maut, die man dort bezahlen muss? Viel interessanter ist natürlich die Küstenstrasse. Nach jeder Kurve tut sich einem ein neuer atemberaubender Blick aufs türkisblaue Meer auf… Auch auf einem Roadtrip kann  man übrigens sehr gut die vielen Inseln von Kroatien besuchen. Denn die meisten sind mit Autofähren erreichbar. Wir haben die Fahrten immer direkt auf http://www.jadrolinija.hr/ gebucht und damit eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht.

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